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Neuigkeiten aus der FOR1612

Abendvortrag Prof. Dr. Hartmut Rosa (Universität Jena) am 21.11.2016

Am 21.11.2016, von 18.15 bis 20.00 Uhr hat Prof. Dr. Hartmut Rosa (Friedrich-Schiller-Universität Jena) im vollbesetzten Hörsaal des Haus 31 einen Vortrag mit dem Titel „Schule als Resonanzraum oder Entfremdungszone. Ein sozialstruktureller Deutungsversuch“ gehalten. In seinem Vortrag stellte er seine Theorie der Resonanzpädagogik vor und hat den Versuch unternommen, dieses Konzept strukturtheoretisch auf Schule zu übertragen.

Hartmut Rosa ist Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Prof. Rosa arbeitet an Themen, wie normative und empirische Grundlagen der Gesellschaftskritik, Subjekt- und Identitätstheorien und Zeitsoziologie und Beschleunigungstheorie.

Gastvortrag Dr. Isabell Stamm am 06.10.2016

Am 6.10.2016, 17.30 Uhr – 19.00 Uhr hat Dr. Isabell Stamm im großen Konferenzraum des ZSB einen Vortrag mit dem Titel: „Zum Unternehmer sozialisiert. Wie Unternehmerfamilien sich selbst erzählen.“ gehalten.

Dr. Isabell Stamm ist gerade erst von der University of California Berkely zurückgekehrt und wird ab dem ab 1. Januar 2017 ihre Forschungsgruppe zum Thema „Entrepreneurial Group Dynamics“ an der TU Berlin leiten, die im Rahmen eines Freigeist-Fellowships der Volkswagen Stiftung gefördert wird.

Ganz allgemein zählen zu den Forschungsinteressen von Dr. Isabell Stamm, die Verschränkung von Arbeit und Familie, Unternehmergruppen und kooperative Forschungsmethoden.

In ihrem Vortrag bezog sie sich auf ihr Promotionsprojekt zu Unternehmerfamilien   , die in ihrem „ganzen Leben“ in den Blick genommen werden und Begriffe wie Lebenslauf, Biographie und alltägliche Lebensführung erkenntnisleitend sind.

Forschergruppen Sommerschule mit Prof. Dr. David James (Universität Cardiff) vom 6. bis 7.07.2016

Vortrag von Prof. Dr. David James

Vortrag von Prof. Dr. David James

Vortrag von Prof. Dr. David James

Im Rahmen der Sommerschule der Forschergruppe hat Prof. Dr. David James einen universitätsöffentlichen Vortrag zu aktuellen Forschungsergebnissen gehalten. Des Weiteren gab es einen internen Roundtable mit den Projekten der Forschergruppe, sowie projektspezifische Workshops.

David James ist Professor und Director am ESRC Wales Doctoral Training Centre der Universität Cardiff (UK). Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind im Bereich von Bildung und sozialer Ungleichheit angesiedelt, wobei er vorwiegend mit qualitativen Methoden der Sozialforschung gearbeitet hat. Er hat sich im Bereich Hochschulforschung mit Themen wie, Beurteilungen und Erfahrungen von Studierenden, Professionalisierung und Lernkulturen, sowie mit Schulwahl im Sekundarschulbereich und middle-class identity auseinandergesetzt.

Foto vom Worldcafe

Foto vom Worldcafe

Foto vom Worldcafe

Abendvortrag Prof. Thomas Klatetzki (Universität Siegen) am 18.04.2016, 18.15-19.45 Uhr

Am 18.04.2016 hat Prof. Thomas Klatetzki einen Vortrag mit dem Titel „Narrative Praktiken. Die Organisation sozialer personenbezogener Dienstleistungen“ im großen Konferenzraum des Zentrums für Schul- und Bildungsforschung (ZSB) gehalten.

Prof. Thomas Klatetzki ist Professor für Organisationssoziologie an der Universität Siegen und forscht vor allem zur interaktionistischen Organisationstheorie. Seine Untersuchungen beschäftigen sich u.a. mit den theoretischen soziologischen Perspektiven zur Beschreibung und Erklärung dieser Organisationen.

Symposium auf dem DGfE-Kongress „Exklusive Bildungsräume – Internationalisierungsprozesse im deutschen Bildungssystem“ Prof. Krüger/Prof. Helsper am 16.03.2016 10-13 Uhr

In diesem Symposium soll untersucht werden, wie sich die Internationalisierungs- und Globalisierungsprozesse im weltweiten Bildungssystem, die sich mit den Stichworten wie etwa internationale Bildungsmonitorings, neue Strategien des New Public Managements, Implementierung globaler Bildungsmärkte, Schulen und internationaler Studiengänge charakterisieren lassen, auf die Veränderung der Bildungslandschaft in Deutschland auswirken. Dabei gehen wir von der Leithypothese aus, dass im deutschen Bildungssystem gegenwärtig vor diesem Hintergrund neben Trends zur sozialen Öffnung eine zunehmende vertikale Differenzierung innerhalb einzelner Bildungsgänge sowie die verstärkte Herausbildung neuer exklusiver Bildungsräume zu beobachten ist. Als Indikatoren dafür sei etwa auf die Expansion bzw. Neugründung von bilingualen oder internationalen Grundschulen oder Gymnasien verwiesen, die zudem den Erwerb international anerkannter Schulabschlüsse versprechen. Auch im deutschen Hochschulwesen ist es vor allem im Gefolge der Exzellenzinitiative zu distinktiven Absetzbewegungen zwischen den Hochschulen und vertikalen Hierarchisierungen gekommen, für die Internationalität mit dem Hinweis auf internationale Publikationen und die international zusammengesetzte Studierendenschaft als Schlüsselbegriff fungiert.Vor diesem Hintergrund soll in diesem Symposium in vier Vorträgen und einem Kommentar vorrangig unter Bezug auf zentrale Ergebnisse von Projekten einer DFG-Forschergruppe die Frage diskutiert werden, wie Internationalisierungsprozesse die Bildungslandschaft in Deutschland auf nationaler Ebene, aber auch in regionalen oder lokalen Räumen verändern, inwieweit Internationalität zum zentralen Anspruchsprinzip für exklusive Bildungsinstitutionen wird und wie Eltern bzw. Jugendliche mit diesen programmatischen Bildungsansprüchen umgehen. Unter einer raumtheoretischen Perspektive beziehen sich die Beiträge dabei auf makrosoziologische Theorieansätze zur Analyse der gesellschaftlichen Bedingungskontexte von Bildungsräumen, die sie mit mikrosoziologischen Konzepten verbinden, die stärker die soziale Konstruktion von Räumen durch die handelnden Akteure selber betonen.

  • Bernd Zymek „Wie Internationalisierungsprozesse das deutsche Bildungssystem verändern“
  • Isabel Dean, Anna Roch und Jens Oliver Krüger „Exklusivität durch Mehrsprachigkeit? Verhandlungen von Internationalität im Berliner Diskurs zur Grundschulwahl“
  • Lena Dreier, Werner Helsper, Catharina Kessler, Katrin Kotzyba, Heinz-Hermann Krüger, Mareke Niemann, Daniela Winter, Stefanie Kreuz „International profilierte Schulen als „exklusive“ Bildungsräume des Schülerhabitus“
  • Roland Bloch, Alexander Mitterle und Tobias Peter „Grenzziehungen der Exzellenz. Internationalität als Schlüsselbegriff der vertikalen Differenzierung deutscher Hochschulen“

Internationalisierungsprozesse und Elitebildung

Auf der Fachtagung der DFG-Forschergruppe „Mechanismen der Elitebildung im deutschen Bildungssystem“ vom 19.10.-22.10.2015 wurden zum Thema „Internationalisierungsprozesse und Elitebildung – Herausforderungen und Folgewirkungen“ in der Stiftung Leucorea der Lutherstadt Wittenberg die Herausforderungen und Folgewirkungen von Globalisierungs- und Internationalisierungsprozessen im weltweiten Bildungssystem auf die nationalen Systeme der Elitebildung und ihrer Akteure diskutiert.

2. Internationale Tagung 2015

2. Internationale Tagung 2015

2. Internationale Tagung 2015

Neben theoretischen Vorträgen von Michael Hartmann (Universität Darmstadt) zur Internationalität von Eliten und die Rolle von Elitebildungsinstitutionen und Richard Münch (Universität Bamberg) zu Bildung und Schule im internationalen Wettbewerb, haben Tobias Peter (Universität Freiburg) zu exklusiver Globalität und inklusiver Vielfalt - Facetten von Internationalität im zeitgenössischen deutschen Bildungsdiskurs - und David Baker (Pennsylvania State University, USA) zu "Where Have All the Elites Gone? The Social Construction of Meritocracy in the Schooled Society” umfangreiche Perspektiven auf Internationalität, Exzellenz und Elitebildung im nationalen und internationalen Vergleich aufgeworfen. Die empirischen Beiträge reichten von Internationalisierungstrends im Elementarbereich durch den Vortrag von Johanna Mierendorff und Thilo Ernst, über eine Fallstudie globaler Elternschaft in Berlins internationalen Schulen von Georg Breidenstein, Anna Roch und Fenna La Gro bis hin zu Perspektiven gymnasialer Internationalisierungsprozesse in Ost- und Westdeutschland in den Vorträgen von Werner Helsper, Lena Dreier und Mareke Niemann, sowie von Heinz-Hermann Krüger und Catharina Keßler mit Bezug zum Konzept des world citizien am Beispiel einer internationalen Schule und ihrer Schülerschaft. Internationale kulturvergleichende Beiträge von Jane Kenway (Monash University, Australia) zum Thema „the emotional life of markets in elite secondary schooling in the Global South“, Mary Hayden (University of Bath, England) zu „International schools and their students: changes and challenges“und Claire Maxwells Beitrag zum Thema “Reaching out beyond the shores. English elite education - then and now” haben einen weiteren Blick auf Internationalisierungsdiskurse in England und im globalen Raum, sowie deren Forschungsdesiderata eröffnet. In einem letzten thematischen Block zum Hochschulsystem wurden von Roland Bloch und Alexander Mitterle Internationalisierungs- und Stratifikationsprozessen im Feld der Hochschulbildung betrachtet und mit Blick auf die französischen Elitehochschulen im Horizont der Internationalisierung von Anne Schippling (Universität Lissabon) abgerundet. Nach einem abschließenden Vortrag des Zentralprojektes der Forschergruppe von Ulrike Deppe, Jasmin Lüdemann und Heiko Kastner zu Querperspektiven auf Internationalisierungstrends im deutschen Bildungssystem und in Einrichtungen der Elitebildung, wurde in einer übergreifenden Abschlussdiskussion auf die Schnittmenge von Internationalisierungs- und Elitebildungsprozesse eingegangen.

Workshop und Vortrag mit Helene Aarseth

Am 9. November 2015 hat Helene Aarseth einen Vortrag mit dem Titel „Prepared for the race? Financial elite families and egalitarian schooling in Norway” gehalten. Über diese öffentliche Veranstaltung hinaus hat Sie am selben Tag im Rahmen der Gleichstellungsmaßnahmen der Forschergruppe einen Workshop zum Thema „combining family and career-life and family strategies“ durchgeführt.
Helene Aarseth  ist Soziologin am Norwegian Social Research Oslo and Akershus University College of Applied Science (NOVA).

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Familien- und Jugendsoziologie,  Geschlechterverhältnisse und Gesellschaftsklassen. Aufgrund ihrer Studie „Family cultures in the business elite“, zu norwegischen Familien der Finanzelite mit Bezug zu dem egalitätsgeprägten norwegischen Schulsystem zeigen sich thematische Bezüge zu unserer Forschergruppe auf.

Abendvortrag "Soziale Ungleichheiten jenseits des Nationalstaats"

Am 08.07.2015 haben Joanna Jadwiga Sienkiewicz, M.A. und Dipl. Soz. Karolina Barglowski von der Universität Bielefeld einen Abendvortrag (18.15 Uhr - 19.45 Uhr) im Großen Besprechungsraum des ZSB gehalten. Sie sprachen unter dem Titel „Soziale Ungleichheiten jenseits des Nationalstaats: Bericht aus der ‚C-Säule‘ des Sonderforschungsbereichs 882“ über den SFB insgesamt und zu ausgewählten Ergebnissen zu den Themen Transnationalität und sozialer Ungleichheit.

Innerhalb des Sonderforschungsbereichs (SFB) mit dem Titel „Von Heterogenität zu Ungleichheiten“ sind mehr als 50 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Bielefeld, dem DIW Berlin und der Universität Erlangen-Nürnberg involviert. Mit diesem Projekt werden bislang kaum verbundene Themenfelder der Ungleichheitsforschung wie Arbeitsmarkt, Gender, Bildung, Gerechtigkeit und Migration zusammengeführt (https://sfb882.uni-bielefeld.de/sites/default/files/SFB-882-Broschuere.pdf    ).

Joanna Jadwiga Sienkiewicz und Karolina Barglowski sind in dem Teilprojekt C 3 „Transnationalität und die ungleiche Verteilung informeller sozialer Sicherung“ als Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen tätig. Unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Faist (PhD, Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld) wird der Frage nachgegangen, wie Transnationalität die Verteilung informeller sozialer Sicherung (insbesondere Kinderbetreuung, Pflege kranker Angehöriger, Geldüberweisungen, Hilfen zur Integration und Stellenvermittlung) beeinflusst (https://sfb882.uni-bielefeld.de/sites/default/files/Teilprojekt_C3_0.pdf   ).

Gastaufenthalt Dr. Ricieri Carlini Zorzal (Federal University of Maranhao)

Der Postdoktorand Ricieri Carlini Zorzal hat ein Stipendium der brasilianischen Regierung im Rahmen eines wissenschaftlichen Programms erhalten. Der Aufenthalt am Zentrum für Schul- und Bildungsforschung startete im Juni 2015 und ist, um allen Anforderungen eines erfolgreichen Forschungsaufenthaltes zu gewährleisten, bis Juni 2016 geplant.

Unter dem Arbeitstitel „Exploring musical teaching strategies: An observational study in acoustic guitar master-classes“ untersucht er Meisterklassen für akustische Gitarren im Rahmen brasilianischer Musikfestivals. Dabei steht die Frage, welche Strategien und wie diese innerhalb der Lehre angewandt werden, im Vordergrund. Als Datenmaterial dienen Interviews mit Musikern sowie Audio- und Videoaufnahmen von Meisterklassenlehrgängen. Zudem wurden quantitative Daten zu den Meisterklassen erhoben.

Ricieri Carlini Zorzal erhofft sich durch die Kooperation mit der Forschergruppe 1612 einen regen Austausch in Bezug auf method(olog)ische und theoretische Themen. Sein Ziel ist es zudem, wissenschaftliche Artikel für Fachzeitschriften im deutschen Kontext zu publizieren, möglicherweise zusammen mit einzelnen Mitgliedern der Forschergruppe.

Methodenworkshop der Forschergruppe 1612 im April 2015

Methodenworkshop 2015

Methodenworkshop 2015

Methodenworkshop 2015

Im Rahmen eines dreitägigen Methodenworkshops der Forschergruppe vom 22.04.-24.04.2015 wurden sowohl öffentliche Vorträge gehalten, als auch mittels interner Workshops mit den jeweiligen Referenten die Möglichkeit gegeben, sich mit den qualitativen Auswertungsverfahren vertraut zu machen. Dabei stand die Arbeit am empirischen Materialen der einzelnen Teilprojekte der Forschergruppe im Vordergrund, die im Plenum interpretiert werden sollten.

Auftakt der Veranstaltung stellte der Abendvortrag von Herrn Prof. Dr. Robert Schmidt (Universität Eichstätt-Ingolstadt) am 22.04. von 17.00 bis 18.30 Uhr im Englischen-Saal der Franckeschen Stiftungen zum Thema "Methodologische Herausforderungen einer Soziologie der Praktiken" dar.

Am 23.04. von 10.45 bis 12.15 Uhr hat Herr Prof. Dr. Rolf-Torsten Kramer (Universität Halle-Wittenberg) ebenfalls im Englischen-Saal der Franckeschen Stiftungen einen Vortrag über "Habitusanalyse im Längsschnitt, dokumentarische Methode und sequenzanalytische Habitusrekonstruktion" gehalten, woran sich ein interner Workshop mit Herrn Kramer und den Mitgliedern der Forschergruppe, aber auch Interessierte aus dem ZSB-Team, dem erziehungswissenschaftlichen Promotionskolleg und der erziehungswissenschaftlichen Fakultät anschloss, in dem die empirischen Materialien der Teilprojekt 4 und 5 ausgewertet und diskutiert wurden (13.00-14.30 Uhr: TP 4, 14.45-16.15 Uhr: TP 5, Großer Konferenzraum des ZSB).

Anschließend hat Herr Dr. phil. Till Jansen (Universität Witten/Herdecke) von 16.45 bis 18.15 Uhr einen Vortrag  zum Thema „Mehrdimensionale Rekonstruktionen - Organisationsforschung in komplexen Settings“ im Englischen-Saal der Franckeschen Stiftungen gehalten. Der inhaltlich dazugehörige interne Workshop, der ebenfalls von Herrn Jansen geleitet wurde, mit der Materialauswertung der Teilprojekten 1,2 und 6 fand am nächsten Tag, dem 24.04. von 9.00 bis 14.30 Uhr statt (9.00-11.30 Uhr: TP 1, 10.45-12.15 Uhr: TP 2, 13.00-14.30 Uhr: TP 6, Großer Konferenzraum des ZSB).

Die Vortragsreihe im Rahmen des Methodenworkshops wurde mit einem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Fabian Kessl (Universität Duisburg/Essen) von 14.45- bis 16.15 Uhr im Großen Konferenzraum des ZSB (Zentrum für Schul- und Bildungsforschung) über „Raum und Räumlichkeit in der erziehungs-wissenschaftlichen Forschung“ beendet. Abschließend fand der interne Workshop mit Herr Kessl sowie dem Teilprojekt 3 statt (16.30-18.00 Uhr: TP 3, Großer Konferenzraum des ZSB).

Die Vorträge von Prof. Dr. Robert Schmidt, Prof. Dr. Rolf-Torsten Kramer, Dr. phil. Till Jansen, Prof. Dr. Fabian Kessl waren selbstverständlich für alle Interessierten frei zugänglich.

Gastaufenthalt Dr. Susanne Dodillet

Im April 2015 war Frau Dr. Susanne Dodillet für drei Monate Gast der Forschergruppe 1612 . Seit 2010 arbeitet Dr. Susanne Dodillet, gefördert vom Schwedischen Wissenschaftsrat als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Pädagogik und Sonderpädagogik an der Universität Göteborg. Ihr hauptsächliches Forschungsinteresse ist der kulturelle Vergleich zwischen Deutschland und Schweden. Elitebildung und Exzellenzinitiativen gehören zu den Themen, bei denen sich das kulturelle, politische und auch das wissenschaftliche Klima in beiden Ländern unterscheiden. In dem aktuellen Projekt untersuchte sie die Ideengeschichte von Elitebildung und Exzellenzinitiativen in Schweden, West- und Ostdeutschland seit dem zweiten Weltkrieg unter dem Titel „How to explain excellence programs. A comparing history of education policies and research in Sweden, East and West Germany since 1945“.

Thementeil in der Zeitschrift für Pädagogik

Im Thementeil des Heftes 1 der Zeitschrift für Pädagogik (Januar/Februar 2015) finden sich eine Reihe von Artikeln aus den Teilprojekten der Forschergruppe. Ergebnisvernetzend und projektübergreifend werden Befunde zur Spezifik von Auswahlverfahren in Bildungsinstitutionen aus unterschiedlicher Perspektive dargestellt. Nach dem Erscheinen des Sonderheftes 19-2014 der Zeitschrift für Erziehungswissenschaften    mit dem Titel 'Elite und Exzellenz im Bildungssystem' legt die FOR1612 damit ihre zweite größere gemeinsame Zeitschriftenpublikation vor.

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Vortrag und Roundtable mit Dr. Agnès van Zanten

Dr. Agnès van Zanten hat am 23.09.2014 im Konferenzraum des Zentrums für Schul- und Bildungsforschung einen anderthalbstündigen öffentlichen Vortrag mit dem Titel „The education of elites in France: the combined effect of family and institutional sponsorship“ im Rahmen der 3. Internationalen Sommerschule der Forschergruppe 1612 „Mechanismen der Elitebildung im deutschen Bildungssystem“ gehalten. Agnès van Zanten ist Directrice de Recherche am Observatoire Sociologique du Changement (OSC) am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) der Science Po, Paris in Frankreich. Ihr Forschungsschwerpunkt ist seit langem Elitebildung im Bereich der Sekundar- und Hochschulbildung in Frankreich und im internationalen Vergleich. Dabei bewegt sie sich in ihren Untersuchungen zwischen Schulwahlforschung, Policy-Analysen und Institutionenanalysen.

In einem sich an den Vortrag anschließenden Roundtable bestand für die interessierte Öffentlichkeit die Möglichkeit, stärker über weitere und eigene Forschungsperspektiven sowie tiefergehende Aspekte ins Gespräch zu kommen. In der verbleibenden Zeit vom 23.-24.09.2014 hat Frau van Zanten dann in einem internen Workshop mit den Forschergruppenprojekten Vergleichsperspektiven zum Thema „Institutionelle Selektionsverfahren in Frankreich und Deutschland“ ausgearbeitet.

DFG-Forschergruppe „Mechanismen der
Elitebildung im deutschen
Bildungssystem“ um drei Jahre verlängert

Die DFG-Forschergruppe 1612 zum Thema „Mechanismen der Elitebildung im deutschen Bildungssystem“ ist nach positiver Begutachtung vom Senat der DFG um drei Jahre von Oktober 2014 bis September 2017 verlängert worden. Sechs der verlängerten Projekte sind an der Universität Halle bzw. fünf davon im Zentrum für Schul- und Bildungsforschung angesiedelt, ein Teilprojekt ist an der Universität Freiburg lokalisiert. Sprecher der Forschergruppe ist Prof. Dr. Werner Helsper, stellvertretender Sprecher ist Prof. Dr.Heinz-Hermann Krüger. Daneben sind Prof. Dr. Johanna Mierendorff, Prof. Dr. Georg Breidenstein, V.-Prof. Dr. Manfred Stock, Prof. Dr. Reinhard Kreckel und Prof. Dr. Ulrich Bröckling (Universität Freiburg) mit weiteren Teilprojekten an der Forschergruppe beteiligt. Das allein an der Universität Halle eingeworbene Drittmittelvolumen beträgt 2,2 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre.
Die Forschergruppe untersucht die Prozesse der sozialen Konstruktion und Herstellung von Elite und Exzellenz in zentralen Bildungsinstitutionen und Bildungsorten in Deutschland von der Vorschule bis zur Hochschule und deren Bedeutung für die Bildungsadressaten und Professionellen. Im Rahmen der projektübergreifenden Kooperation wurden in der ersten Förderphase vor allem die Durchsetzung und Verbreitung der Exzellenz- und Elitesemantiken in den verschiedenen Stufen und Bereichen des Bildungssystems sowie die Selektionskriterien und Auswahlpraktiken an den Eingangs- und Übergangsschwellen des Bildungssystems untersucht. In der nun bewilligten zweiten Förderphase sollen zum einen die in Auswahl- und Anwahlprozesse eingelagerten Mechanismen der Distinktion und Kohärenzherstellung sowie der Wandel der Diskurse um Exzellenz und Egalität sowie der exklusiven Bildungsinstitutionenlandschaft im Zeitvergleich untersucht werden. Zum anderen sollen die Veränderungen der Anwahlstrategien und Bildungsorientierungen der Eltern mit Kindern im Vorschul- und Grundschulalter sowie der Bildungskarrieren von Jugendlichen auf dem Weg von exklusiven Gymnasien zu den Hochschule in einer Längsschnittperspektive in den Blick genommen werden. Die Ergebnisse der Forschergruppe werden zum Abschluss der zweiten Förderphase Aufschlüsse über die Dynamik der Elitebildung im Zeitvergleich, über Anwahlprozesse und –konflikte in einer Längsschnittperspektive, über frühe bildungsbiografische Karrierewege von Eliten sowie über die Rückwirkungen dieser Prozesse auf das gesamte Bildungssystem gehen.

Vortrag und Workshop mit Claire Maxwell

Am 08.07.14 hat Claire Maxwell einen Vortrag über ihre Studie mit dem Titel: "Private and elite education in England - creating privileged subjects" gehalten und in einem gemeinsamen Roundtable allen interessierten Mitgliedern der Forschergruppe, des ZSB und der Fakultät zur Verfügung gestanden. Über diese öffentlichen Veranstaltungen hinaus hat Sie im Rahmen der Gleichstellungsmaßnahmen einen Workshop durchgeführt.

Claire Maxwell ist Senior Lecturer für Sociology of Education am Institute of Education, University of London. Aufgrund ihrer Studie "Top girls: middle class privilege and agentic practice", eine Längsschnittstudie, in der sie junge Frauen/Schülerinnen in vier Privatschulen in Südengland qualitativ untersucht hat, hat sie thematisch enge Bezüge zu unserer Forschergruppe.

Teilnahme der Forschergruppe am DGfE-Kongress am 12.3.2014 an der HU zu Berlin

Forschungsforum FF 05 DOR24 - 1.102:

„Elite“ und „Exzellenz“ im deutschen Bildungswesen: Diskurse und Akteursperspektiven

Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüger (Halle/Saale), Prof. Dr. Georg Breidenstein (Halle/Saale)

Exzellenzinitiativen, Exzellenzcluster, Eliteuniversitäten, Prime-Gymnasien, Hochbegabtenförderung, Kampf um die besten Köpfe etc.: Derartige Begriffskonstruktionen im semantischen Umfeld von Elite und Exzellenz sind inzwischen geläufig. Um die semantischen Felder „Elite“ und „Exzellenz“ etabliert und modelliert sich derzeit ein Feld von Auseinandersetzungen, Abgrenzungen, Identifizierungen und Verheißungen. Nicht allein bildungspolitische, wissenschaftliche und feuilletonistische Verständigungen, auch institutionelle Anbindungen und diskursive Besetzungen sprechen von der Relevanz unabgeschlossener und uneinheitlicher Markierungen um „Elite“ und „Exzellenz“. In diesem Forschungsforum sollten erste Ergebnisse zu den Diskursen über und Akteurperspektiven auf Elite und Exzellenz aus einigen Forschungsprojekten der DFGForschergruppe „Mechanismen der Elitebildung im deutschen Bildungssystem“ vorgestellt werden, die sich mit dem genannten Desiderat auseinandersetzen.

Arbeitsgruppe AG III 72 UdL6 - Audimax:

Neue Ungleichheiten zwischen Bildungsinstitutionen? Horizontale und vertikale Differenzierungsprozesse im deutschen Bildungssystem

Prof. Dr. Werner Helsper (Halle/Saale), Dr. Manfred Stock (Halle/Saale)

Horizontale Ungleichheiten zwischen Bildungsinstitutionen sind keineswegs neu. Allerdings deuten sich Verschiebungen an, die zu einer stärkeren Differenzierung zwischen Bildungsinstitutionen auf der gleichen Ebene des Bildungssystems in Deutschland beitragen könnten. Die These einer Vertikalisierung im Horizontalen, einer Verstärkung konkurrenzförmiger Linien sowie einer Tendenz zu marktförmigen Segmenten im Bildungsbereich sollte an empirischen Ergebnissen zu verschiedenen Bildungsbereichen diskutiert werden. Dafür wurden Entwicklungen in der Elementarbildung, in gymnasialen Bildungsregionen und der Hochschule in den Blick genommen und mit Überblicken zum Bildungssystem verbunden. Die zentrale Frage lautete: Ist die Zukunft der Bildung durch eine Gleichzeitigkeit von Egalisierung und distinktiv-exklusiver Ungleichheit gekennzeichnet?

Mentoring-Programm

Am 30.1.2014 fand die Auftaktveranstaltung für das forschergruppeninterne Mentoring-Programm im Rahmen der Gleichstellungsmaßnahmen statt. Im Rahmen dieses freiwilligen Angebotes können sich Wissenschaftlerinnen im In- oder Ausland eine/n MentorIn suchen, mit dieses Person bezüglich ihrer wissenschaftlichen Laufbahn regelmäßigen Austausch betreiben und in ihrem Forschungsschwerpunkt zusätzliche Förderung erhalten. Im Programm erfahren sie Unterstützung und Beratung bei der Herstellung von Kontakten. Prof. Dr. Johanna Mierendorff und Dr. Ulrike Deppe gaben während der dreistündigen Veranstaltung eine kurze Einführung zum Programm und führten eine erste Bestandsaufnahme von Bedürfnissen und Wünschen in lockerer Atmosphäre durch.

Podiumsdiskussion zum Thema
"Privatisierung des Schulwesens und
Auswirkungen auf Bildungsräume"

Am 11.10.2013 von 10.45 bis 12.00 Uhr organisierte die DFG-Forschergruppe 1612 im Rahmen der Pädagogischen Woche des Fachbereiches Erziehungswissenschaften eine Podiumsdiskussion zum Thema "Privatisierung des Schulwesens und Auswirkungen auf Bildungsräume". Zusammen mit dem Privatschulexperten Prof. Dr. Heiner Ulrich und Schulleitern von drei halleschen Privatschulen aller Bildungsstufen ging man unter Moderation von Prof. Dr. em. Hartmut Wenzel der Frage nach, in welcher Form die zunehmende Zahl von Privatschulen die regionale Bildungslandschaft beeinflusst. Im Vorfeld gab es ab 9.00 Uhr einen Vortrag von Prof. Dr. Bellmann zum Thema "A tide that fits all boats? Neue Steuerung im Schulsystem und die Nachfrage nach  Exzellenz".

Symposium „Exklusive Bildungs-Räume“ der
Forschergruppe im Rahmen der
Pädagogischen Woche

Die vier am Zentrum für Schul- und Bildungsforschung angesiedelten der insgesamt sechs zugehörigen Forschungsprojekte der Forschergruppe „Mechanismen der Elitebildung im deutschen Bildungssystem“ stellten sich der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät und den Franckeschen Stiftungen mit ihren konzeptionellen Grundlagen und ersten Ergebnisse aus ihrer bislang zweijährigen Forschungsarbeit vor. Am Mittwoch, dem 09.10.2013 von 9 bis 12 Uhr, hielten die MitarbeiterInnen der Projekte „Elementare Bildung und Distinktion“, „Exzellenz im Primarbereich“, „Distinktion im Gymnasialen?“ sowie das Projekt „Exklusive Bildungskarrieren und der Stellenwert von Peerkulturen“ Vorträge, in denen sie den Fragen nachgingen, ob und wie Prozesse der institutionellen Ausdifferenzierung, Stratifikation und Distinktion im Elementar-, im Grundschul- und im Gymnasialbereich zu exklusiven Bildungsräumen führen und inwieweit Vorstellungen und Deutungsmuster von Elite und Exzellenz die Bildungsstrategien bzw. die Bildungsorientierungen von Eltern sowie Kindern und Jugendlichen beeinflussen.

Internationale Tagung zu „Elite and Excellence“

Vom 29.07. bis zum 01.08.2013 wurden in der Leucorea, Wittenberg erste Ergebnisse der Teilprojekte präsentiert und mit internationalen wie nationalen Vertretern aus dem Forschungsfeldern erörtert. Mehrere namhafte Forscherinnen waren unseren Vortragsanfragen gefolgt, darunter Gerlinde Mautner (AUT), Ingela Naumann (GB), Jan Nespor (USA), Martin Forsey (AUS), Florian Waldow (Münster), Annabelle Allouch (FR) und Heiner Ullrich (Mainz). Die Veranstaltung war als Arbeitstagung konzipiert.

Gleichstellungsworkshop

Am 10. und 26.06.13 fand ein Workshop im Rahmen der Gleichstellungsmaßnahmen zum Thema „Zeit- und Selbstmanagement“ statt. In einem ersten Teil erfolgte eine allgemeine Einführung in die Thematik mit begrifflichen Bestimmungen, generellen Zielen und Motivationen, strukturierter Reflexion und Anregung zu Zeitinventur. Die Zeitinventuren wurden in einem zweiten Teil individuell und in Kleingruppen bearbeitet.

Workshop zum Thema Anwahl

Vom 15.-16.05.2013 fand der zweite ergebnisvernetzende Workshop der FOR 1612 im ZSB statt. Thematisch zentral für den Workshop war die Frage nach den Anwahlprozessen und Anwahlstrategien der Bildungseinrichtungen aufseiten der Eltern bzw. der Adressaten selbst (Schüler, Studierende etc.). Die im Antrag dazu formulierte Fragestellung dazu lautete: Wie beeinflussen normative Vorstellungen und Deutungsmuster, die mit Exzellenz in Verbindung stehen, die Bildungsstrategien von Eltern aus gehobenen sozialen Milieus mit Kindern im Vorschul- und Grundschulalter sowie die bildungsbiografischen Entwürfe von Jugendlichen in den exklusiven Bildungsinstitutionen auf den verschiedenen Stufen des Bildungssystems und in welche Praktiken der Distinktion und Kohärenzherstellung sind sie eingebunden? Damit wurde eine weitere der sechs zentralen im Rahmenantrag formulierten Fragen der Forschergruppe bearbeitet. Über die Präsentation von Thesenpapieren brachten die Teilprojekte ihren aktuellen Wissenstand zur Thematik in die Gruppe ein. Anschließend beschäftigten sich Arbeitsgruppen mit den Anwahl-Faktoren: räumliche Mobilität, Wechselwirkungen zwischen Anwahl und Auswahl, dem Prozessmodell der Anwahl und den Entscheidungsakteuren im Prozess. Den Abschluss bildete eine Präsentation der in den Gruppen erarbeiteten Systematisierungen in Posterform.

Vortragsreihe „Neue Befunde zu Bildung
und Exzellenz“ im Rahmen der
Forschergruppe im SoSe 2013

15.05. 10 Uhr: Dr. Tanja Betz, Juniorprofessorin für Professionalisierung im Elementar- und Primarbereich an der Goethe-Universität Frankfurt am Main hat im Rahmen des Anwahlworkshops der Forschergruppe einen Vortrag über Ergebnisse ihrer aktuellen Studie „Leitbilder ‚guter Kindheit‘ und ungleiches Kinderleben - Bildung, Betreuung und Erziehung aus der Perspektive der Politik, der Professionellen in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen, der Eltern und der Kinder“ gehalten.

03.07. 18 Uhr: Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier vom ZEFIR (Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung) und Professor für Soziologie (Stadt, Region und Familie) an der Ruhr-Universität Bochum hat zusammen mit Tobias Terpoorten einen Vortrag über Ergebnisse aus ihrer Studie "Bildungsmonitoring für die Emscher-Lippe-Region" zu sozialräumlichen Positionierungen von Schulen bzw. Bildungseinrichtungen und zu dem Zusammenhang zwischen dem Übergangsverhalten von der Grundschule zur weiterführenden Schule gesprochen.

04.07. 12 Uhr: Prof. Dr. Stefan Hornbostel vom IFQ (Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung Berlin) und Professor für Soziologie (Wissenschaftsforschung) an der Humboldt-Universität zu Berlin hat in einem Vortrag über seine Forschungsarbeiten zur Exzellenzinitiative, insbesondere zur Befragung der Gutachter in der Exzellenzinitiative, referiert.

Workshop zum Thema Auswahl

Vom 18. bis 20.02.2013 fand der erste ergebnisvernetzende Workshop der FOR 1612 im ZSB statt. Thematisch zentral für die mehrtägige Veranstaltung war die Frage, an welchen Selektions- und Zugangskriterien sich Leitungspersonen und/oder Professionelle in ‚Elitekindergärten‘, exzellenten Grundschulen, verschiedenen Varianten von Gymnasien mit Exklusivitätsansprüchen und Elitehochschulen bei der Auswahl der Besten orientieren. Mit dem Ziel der gemeinsamen Integration der Erkenntnisse aus den Teilprojekten fanden intensive Austauschprozesse statt, welche Legitimationsmuster, Objektivierungspraktiken und Individualisierungsprozesse innerhalb von Auswahlverfahren thematisierten.

Den Schwerpunkt des sich daran anschließenden Vernetzungstreffens bildeten Planungen zu einer Reihe von gemeinsamen Publikationen.

Projektetag des ZSB

Im Rahmen des ZSB-Projektetages am 08./09.11.12 haben sich alle Forschergruppenprojekte kurz vorgestellt und Fragen beantwortet. Am Rande der Veranstaltung fand ein Vernetzungstreffen statt, an welchem die gemeinsamen Aktivitäten für das Jahr 2013 geplant wurden. Schwerpunkte waren die beiden Workshops zu den Themen Anwahl und Auswahl sowie die Vorbereitung einer internationalen Arbeitstagung zu „Elite and Excellence“ vom 29.-31.07.2013 in der Leucorea, Lutherstadt Wittenberg.

Postersessions im Sommer 2012

Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie(DGS) vom 01.-05.10.12 in Bochum-Dortmund war die Forschergruppe mit einem Poster des Zentralprojekts vertreten. Ulrike Deppe, wissenschaftliche Mitarbeiterin, stand in einer Postersession am 03.10.12 von 13-14 Uhr für Fragen zur Verfügung. In der Einführungswoche am Beginn des WS 2012/13 waren die Poster der am ZSB angesiedelten Projekte im 2. OG im Haus 31 in einer Postersession für Studierende zu sehen. Eine weitere Postersession unter Beteiligung einer Reihe von Projektmitarbeiterinnen aus dem ZSB gab es während der Langen Nacht der Wissenschaften am 06.07.12 im Foyer des Hans-Ahrbeck-Hauses.

Methodenworkshop der Forschergruppe vom 25.-27.09.2012

Im Rahmen des dreitägigen Methodenworkshops der Forschergruppe vom 25.-27.09.2012 erhielten Angehörige der Forschergruppe, aber auch Interessierte aus dem ZSB-Team, dem erziehungswissenschaftlichen Promotionskolleg und der erziehungswissenschaftlichen Fakultät die Möglichkeit, sich mit der Dokumentarischen Methode der Interpretation, der Objektiven Hermeneutik und der Diskursanalyse als drei der zentralen qualitativen Auswertungsverfahren vertraut zu machen. Prof. Dr. Arnd-Michael Nohl von der Helmut Schmidt-Universität der Bundeswehr, Hamburg, stellte am 25.09.2012 mit einem Einführungsvortrag die Dokumentarische Methode vor und interpretierte anschließend im Plenum ein Transkript eines Teilprojekts der Forschergruppe. Ihm folgte Prof. Dr. Kai-Olaf Maiwald von der Universität Osnabrück am 26.09. mit der Einführung und Arbeit mit der Objektiven Hermeneutik und schließlich am 27.09. Prof. Dr. Johannes Angermüller von der University of Warwick, Großbritannien, mit der Diskursanalyse.

Sommerschule der Forschergruppe vom 16.-18.07.2012

Gemeinsam mit Prof. Stephen J. Ball von der Universität London, Großbritannien, wurde die erste internationale, englischsprachige Sommerschule der Forschergruppe erfolgreich durchgeführt. Den Auftakt bildete ein öffentlicher Vortrag von Stephen J. Ball am 16.07.2012 mit dem Titel „School Choice, Education Market and Class Privilege“. An den Folgetagen fanden sich insgesamt fünf der sieben Teilprojekte zu einem jeweils ganztägigen Workshop zu „Qualitativen Längsschnittstudien“ am 17.07.2012 und zu „Einrichtungswahl und elterlichen Bildungsstrategien“ am 18.07.2012 zusammen und diskutierten mit Stephen J. Ball konkrete Fragestellungen aus der laufenden Projektarbeit.

Theorieworkshop der Forschergruppe vom 03.05.-04.05.2012

Die Mitglieder der Forschergruppe „Mechanismen der Elitebildung im deutschen Bildungssystem“ haben am 03. und 04.05. einen Workshop durchgeführt, um das Phänomen der Elite(n)bildung vor dem Hintergrund verschiedener theoretischer Perspektiven zu diskutieren. Als Diskussionspartner waren namhafte Vertreter verschiedener sozialwissenschaftlicher Theorien nach Halle eingeladen, welche zusätzlich jeweils einen öffentlichen Vortrag hielten. Am Donnerstag, dem 03.05. sprach Prof. Jan Masschelein von der Katholischen Universität in Leuven, Belgien, über „The Price of Excellence. On the Issue of the ‚Public’ in (Higher) Education“. Am folgenden Tag referierte zunächst Prof. Dr. em. Michael Vester aus Hannover zum Thema „Mechanismen der positiven und negativen Privilegierung im Bildungssystem nach Weber und Bourdieu“ und danach betrachtete Prof. Dr. Rudolf Stichweh von der Universität Luzern, Schweiz „Eliten und Elitebildung aus systemtheoretischer Perspektive“. Anschließend konnte das interessierte Publikum jeweils Fragen stellen. In den nicht öffentlichen Teilen des Workshops entspann sich eine interessante Diskussion zwischen den Vertretern sehr unterschiedlicher Theorieströmungen und der Forschergruppe.

Genderworkshop der Forschergruppe vom 29.05.-30.05.2012

Im Rahmen der Gleichstellungsmaßnahmen und Frauenförderung der Forschergruppe „Mechanismen der Elitebildung im deutschen Bildungssystem“ besuchte Prof. Annette Lareau von der University of Pennsylvania, USA, die Universität Halle für zwei Tage. Sie hielt am Dienstag, den 29.05.2012, einen öffentlichen Vortrag „Unequal Childhoods, Unequal Adulthoods: Class, Institutions, and the Transition to Adulthood“. Prof. Lareau, die über die Grenzen der USA bekannt ist für ihr Buch „Unequal Childhoods. Class, Race, and Family Life“ berichtete zu den aktuellen Ergebnissen einer Wiederbefragung der von ihr ursprünglich im Kindesalter untersuchten Probanden nach zehn Jahren. Es gab zudem ein Kooperationsgespräch mit den Projektleitern der Forschergruppe, die u.a. Überlegungen und Absprachen für einen Aufenthalt von NachwuchsforscherInnen der Forschergruppe in den USA beinhalteten. Am Mittwoch, den 30.05., führte Prof. Lareau mit den Projektmitarbeiterinnen der Forschergruppe einen Genderworkshop durch, der die Schwerpunkte Karrierestrategien, Work-Life (Family)-Balance und wissenschaftliches Arbeiten für Frauen beinhaltete.

DGfE-Kongress “Grenzgänge“ vom 11.-13. März in Osnabrück

Die Forschergruppe 1612 hat sich in ihrer Gesamtheit auf der Postersession des 23. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft an der Universität Osnabrück am 12. und am 13.03.2012 präsentiert. Auf vier bewilligten Postern für die Ausstellung wurden in einem gemeinsamen Design und Layout die Forschergruppe 1612, das Zentralprojekt und alle sechs Teilprojekte vertreten. Entsprechend positiv und interessiert waren die Rückmeldungen und Fragen der BesucherInnen während der Postersessions. Die Poster können bei der nächsten Gelegenheit auf der Veranstaltung des ZSB zur „Langen Nacht der Wissenschaften“ der Martin-Luther-Universität besichtigt und diskutiert werden.

Eröffnungsveranstaltung der FOR 1612 am 17.11.2011

Die Eröffnungsveranstaltung der DFG-Forschergruppe „Mechanismen der Elitebildung im deutschen Bildungssystem“ fand am 17.11.2011 ab 14 Uhr in Halle, Franckesche Stiftungen, im Hörsaal des Hauses 31, statt. Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. Bernd Zymek (Universität Münster) zum Thema „Systeme nationaler Elitebildung und ihre internationalen Herausforderungen. Frankreich, England und Deutschland im Vergleich.“

Grußworte von Prof. Dr. Dr. h.c. Wulf Diepenbrock (Alt-Rektor der Universität Halle), Prof. Dr. Harald Schwillus (Dekan der Philosophischen Fakultät III) und Prof. Dr. Georg Breidenstein (Direktor des ZSB) bildeten den Auftakt der gut besuchten Veranstaltung, welche mit einem Sektempfang ihren Abschluss fand.

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