Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Interpretationswerkstätten

Qualitative Forschungswerkstatt des ZSB

Überblick

Die Forschungswerkstatt ist methodenoffen und interdisziplinär angelegt. Sie ermöglicht allen Teilnehmenden, sich in unterschiedliche Methoden der qualitativen Sozialforschung einzuarbeiten und/oder bereits vorhandene methodische und methodologische Vorkenntnisse zu vertiefen. Auch zwischen qualitativen und quantitativen Methoden triangulierende Forschungsarbeiten sind herzlich willkommen.

Neben der Analyse unterschiedlicher Datenmaterialien (Gruppendiskussionen, Interviews, ethnographische Protokolle, Bilder, Videos etc.) mittels diverser Auswertungsverfahren (Dokumentarische Methode, Diskursanalyse, Grounded Theory, Inhaltsanalyse etc.) zielt das Format auch darauf ab, (meta-)theoretische, forschungsethische und method(olog)ische Herausforderungen, die sich während des Forschungsprozesses ergeben, zu diskutieren. Damit ist es in der Forschungswerkstatt ebenfalls möglich, Erhebungsinstrumente sowie Ergebnisdarstellungen in ihrer Plausibilität gemeinsam zu erörtern.

Ablauf

Die Forschungswerkstatt findet regelmäßig an jedem 3. Dienstag des Monats im kleinen Konferenzraum des ZSB von 10:00 bis 13.00 Uhr statt. In jeder Sitzung wird ein Forschungsvorhaben inkl. des empirischen Materials bzw. des Untersuchungsdesigns besprochen. Die Vorstellenden bereiten entsprechende Dokumente (Exposeè und zu diskutierendes Material, gern auch Artefakte) vor und stellen es den Teilnehmer*innen vorab zur Verfügung. Sie sind die Grundlage für die Diskussion in der Forschungswerkstatt und sollten daher auch vorbereitend von allen Teilnehmer*innen rezipiert werden. Bei Bedarf können auch discussants oder critical friends benannt werden, die ein ausführlicheres Feedback ggf. zu spezifischen Fragestellungen vorbereiten. Nicht vergessen werden darf allerdings, dass sich die Interpretationswerkstatt als Ort des reflektierten und reziproken Austauschs und nicht als eine Forschungsberatung versteht. Die Zustimmung zur Audioaufzeichnung durch den einbringenden Teilnehmenden wird für die Teilnahme an der Werkstatt vorausgesetzt, ebenso, dass sie oder er die Ergebnisse der Interpretation und Diskussion für ihre oder seine Arbeit verwenden darf.

Teilnahme

Die Werkstatt richtet sich an wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie studentische Hilfskräfte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ebenso wie auch an Angehörige anderer Universitäten und Forschungseinrichtungen, die mit Methoden der qualitativen Sozialforschung arbeiten, sei es im Zusammenhang mit ihrer Qualifikationsarbeit (Master/Staatsexamen, Promotion, Habilitation) oder in anderen Forschungskontexten. Die regelmäßige Teilnahme wird vorausgesetzt, um einen stabilen Arbeitszusammenhang und insbesondere Reziprozität schaffen zu können.

Interessierte melden sich bitte bei Dr. Ulrike Deppe ().

Interpretationswerkstatt Objektive Hermeneutik Halle (OHA)

Anja Eckold / Julia Hille / Hannes König / Janine Stoeck

In dieser Werkstatt werden mittels der Interpretationstechnik der Objektiven Hermeneutik Datenmaterialien aus allen Bereichen der rekonstruktiven Sozial- und insbesondere Bildungforschung interpretiert. Sie bietet darüber hinaus die Möglichkeit der Diskussion methodischer und methodologischer Fragen.

Die Interpretationswerkstatt steht allen Interessierten offen. Sie dient sowohl der Unterstützung von (Qualifikations-)Projekten als auch dem Kennenlernen der Objektiven Hermeneutik.

Termine SoSe 2021

Immer dienstags von 12:30-15:30 oder 14-17 Uhr. (aktuell nur digital)

Die nächsten Termine:

  • 18.5., 12:30 Uhr, Anja Pannewitz (HTWK Leipzig), Die biografische Bedeutung (mit)erlebter häuslicher Gewalt unter sozialräumlichen Gesichtspunkten
  • 25.5., 12:30 Uhr, Markus Schwarz (Halle), Generationale Ordnung in der Computerspielwelt
  • 1.6., 12:30 Uhr, Hannes König, Das Lehramtsstudium im Spannungsfeld bildungsbiographischer Kontinuität und Diskontinuität
  • 7.6., 14 Uhr, Julia Hille, Die Konstruktion von Adressat*innen in systemischer Paarberatung

Kontakt:

Anja Eckold,

ZSB-Ethnographiewerkstatt

Die Ethnographiewerkstatt bietet die Möglichkeit ein ethnographisches Forschungsprojekt oder Forschungsvorhaben vorzustellen und zu diskutieren. In diesem Rahmen kann ethnographisches Datenmaterial eingebracht und interpretiert werden. Weiterhin werden sowohl methodologische als auch inhaltliche Fragen diskutiert.

Die Ethnographiewerkstatt steht allen Interessierten offen und findet monatlich an jedem ersten Donnerstag (10:00-13:00) im kleinen Konferenzraum des ZSB statt.

Bei allen Teilnehmern besteht der Konsens, dass das eingebrachte  Material nur für die Verwendung innerhalb der Ethnographie-Werkstatt  bestimmt ist.

Bei Interesse Kontakt über Tanya Tyagunova:

AG Dokumentarische Methode

Seit 10/2016 ist es möglich, eigenes empirisches Material im Rahmen der Promotion, Habilitation und in Absprache der Master- bzw. Staatsexamensarbeit gemeinsam mit anderen QualifikandInnen regelmäßig alle 2 Wochen in der AG Dokumentarische Methode zu interpretieren.

Regelmäßige Teilnahme vorausgesetzt.

Organisation: Dr. Ulrike Deppe (bis 09/2019 zusammen mit Katrin Kotzyba, seit 02/2020 zusammen mit Susanne Siebholz)

Bei Interesse Kontakt über Dr. Ulrike Deppe:

Interpretationswerkstatt Biografieanalyse

Achtung: Die Werkstatt wird übergangsweise ab 02/2020 im Rahmen der Qualitativen Forschungswerkstatt des ZSB (s.o.) durchgeführt.

In der Interpretationswerkstatt Biografieanalyse werden mit der Narrationsstrukturanalyse bzw. sozialwissenschaftlichen Prozessanalyse biografisch-narrative Interviews nach Schütze und Riemann ausgewertet. Die Werkstatt dient nicht nur der intersubjektiven Erschließung von biografischen Darstellungen und der Rekonstruktion von Prozessstrukturen, sondern dient auch der praktischen Einübung der Methode und der Diskussion von methodisch-methodologischen Fragen anhand des Materials.

Die Interpretationswerkstatt steht allen Interessierten offen und findet i.d.R. alle 4 Wochen dienstags im kleinen Konferenzraum des ZSB bzw. im ZLB statt. Das Einbringen von Material aus einem eigenen Forschungsprojekt ist an eine regelmäßige Teilnahme und eine Kenntnis methodisch-methodologischer Grundlagen gebunden.

Feste Mitglieder der Werkstatt: Dr. Ulrike Deppe (Leitung), Sabine Gabriel M.A., Tobias Lewek, Dr. Edina Schneider

Bei Interesse Kontakt über Dr. Ulrike Deppe:

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