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Netzwerk Dokumentarische Schulforschung (NeDoS)

Willkommen auf der Seite von „NeDoS", dem „Netzwerk Dokumentarische Schulforschung"!

Das Netzwerk verfolgt das Ziel, das Konzept einer Dokumentarischen Schulforschung zu erarbeiten.

Auf den folgenden Seiten finden Sie aktuelle Informationen u.a. zum Hintergrund des Netzwerkes, zu den Mitgliedern und zu Vorträgen und Publikationen.

Wissenschaftliches Netzwerk, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Projektzeitraum 1/2020-6/2023.

Über uns

Zielsetzung und Hintergrund

Das „Netzwerk Dokumentarische Schulforschung (NeDoS) – Wissenschaftliche Erschließung von Schule auf Basis der Praxeologischen Wissenssoziologie“ verfolgt das Ziel, das Konzept einer Dokumentarischen Schulforschung zu erarbeiten. Damit ist eine auf der Praxeologischen Wissenssoziologie basierende und mit der Dokumentarischen Methode operierende Forschungsrichtung gemeint, die verschiedene schulpädagogische Forschungsgegenstände wie Schule als Organisation, Schulkultur, Schulentwicklung, Unterricht, Professionalität und Professionalisierung (insbes. von Lehrpersonen und Schulleitungen) und weitere Akteursgruppen innerhalb von Schule (insbes. Schüler*innen und Eltern) in den Blick nimmt und sich dabei sowohl gegenstandsbezogenen als auch methodologisch-methodischen Fragen und Leerstellen widmet.

In schulpädagogischer bzw. auf Schule bezogener Forschung kommt seit einigen Jahren die Dokumentarische Methode vermehrt zum Einsatz. Dabei zeigt sich erstens, dass die Praxeologische Wissenssoziologie den Forschungsgegenstand mitkonstituiert, d. h. mitdefiniert, was überhaupt unter Schule gefasst wird. Zweitens wird sichtbar, dass auch die Forschung im schulischen Feld auf die Praxeologische Wissenssoziologie einwirkt, denn die praxeologisch-wissenssoziologischen Kategorien können sich durch die Reflexion von Forschungsprozessen an Schulen ebenso konstituieren wie die Dokumentarische Methode. Das Netzwerk nimmt diese Verwobenheit von gegenstandsbezogenen Erkenntnissen einerseits sowie von grundlagentheoretischen, methodologischen und methodischen Zugängen andererseits in ihrer gegenseitigen Verschränkung in den Blick. Vor dem Hintergrund der angeführten schulpädagogischen Forschungsgegenstände werden methodologische und methodische Fragen und Leerstellen, die sich sowohl aus einer Sichtung einschlägiger Literatur als auch aus der gemeinsamen Interpretation eigenen Datenmaterials ergeben, identifiziert und behandelt.

Im Ergebnis bietet das zu erarbeitende Konzept einer Dokumentarischen Schulforschung erstens einen systematischen Überblick über den Stand praxeologisch-wissenssoziologisch angelegter schulbezogener Forschung. Das Konzept bildet zweitens die Grundlage für eine Diskussion darüber, welche Potentiale und welche Begrenzungen sich für die wissenschaftliche Erschließung des Forschungsfeldes Schule abzeichnen, wenn dieses mit den Kategorien der Praxeologischen Wissenssoziologie und unter Nutzung der Dokumentarischen Methode ausgeleuchtet wird. Dabei werden Möglichkeiten, aber auch Fragen und Leerstellen für eine künftige qualitativ ausgerichtete Schulforschung identifiziert und unter Einbezug eigener Studien konturiert.

Arbeitsweise

Das Konzept einer Dokumentarischen Schulforschung wird auf sechs Arbeitstagungen unter Einbezug externer Expert*innen erarbeitet. Zentrale Ergebnisse der Netzwerkarbeit sollen in einem Sammelband  veröffentlicht werden.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Netzwerk hat im Januar 2020 seine Arbeit aufgenommen und läuft über dreieinhalb Jahre. Es besteht aus den elf Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarische Methode (AgDM), einem Zusammenschluss von deutschlandweit forschenden Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen, die in der Sektion Schulpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) engagiert sind. Zudem sind vier einschlägige Erziehungswissenschaftler*innen (PostDocs, Juniorprofessorinnen) weitere Mitglieder des Wissenschaftlichen Netzwerks.

Mitglieder

Auflistung der Mitglieder

Dr. phil. Jan-Hendrik Hinzke   

Projektleitung

Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Post-Doc) am Arbeitsbereich Lehrerprofessionalität/Lehrerbildungsforschung des Instituts für Schulpädagogik und  Grundschuldidaktik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Arbeitsschwerpunkte: Professionalisierung von Lehrpersonen und Studierenden, Forschendes Lernen im Studium und in Schule, Professionalität von Lehrpersonen, Krisen und Ungewissheit als Entwicklungsanlässe, Schul- und Unterrichtsentwicklung, Digitalisierung in schulischen und unterrichtlichen Kontexten, Qualitative Forschungsmethoden, Grundlagentheorie und Methodologie der Dokumentarischen Methode

Dr. phil. Dominique Matthes

Stellvertretende Projektleitung

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Schulpädagogik/Schulforschung des Instituts für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Arbeitsschwerpunkte: Praxeologische und qualitativ-rekonstruktive Forschung zu Lehrer*innen(beruf), Professionalität/Professionalisierung und Schule, Erforschung bildbezogener, visueller sowie diskursiver und hybrider Forschungszugänge, Reflexion des Forschungshandelns in Bezug auf den Umgang mit Methodologien, Methoden und empirischer Materialien

Tobias Bauer, M.Ed.   

Mitglied der NeDoS-Koordinierungsgruppe

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „TUD-Sylber2 – Synergetische Lehrerbildung im exzellenten Rahmen“ an der Technischen Universität Dresden

Arbeitsschwerpunkte: Kohärenz in der Lehrer*innenbildung (insb. Schulpraktische Studien sowie Zusammenarbeit von Bildungswissenschaften  und Fachdidaktik), Qualität von Unterricht, Unterrichtsplanung von  Lehramtsstudierenden, Dokumentarische Methode, Qualitative Inhaltsanalyse

Alexandra Damm, Dipl.-Päd.   

Mitglied der NeDoS-Koordinierungsgruppe

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt "Rekonstruktive  Längsschnittstudie zu Professionalisierungsprozessen im Kontext  Forschenden Lernens: ein Standortvergleich" (ReLieF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenbergd. Doktorandin an der Stiftung Universität Hildesheim

Arbeitsschwerpunkte: Professionsforschung, Biographieforschung, Forschendes Lernen in der (inklusiven) Lehrer*innenbildung, Gender und Sexualität als Querschnittsthemen in der Lehrer*innenbildung, qualitativ-rekonstruktive Forschungsmethoden

Georg Geber, M.A.   

Mitglied der NeDoS-Koordinierungsgruppe

Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Siegen, Arbeitsgemeinschaft Grundschulpädagogik

Arbeitsschwerpunkte: Inklusion, Inklusion und Leistung, Lehrer*innenbildung für Inklusion, qualitativ-rekonstruktive Forschungsmethoden

Dr. phil. Steffen Amling   

Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Schwerpunkt Forschung im Bereich Soziales, Gesundheit und Bildung an der Evangelischen Hochschule Berlin (ehb)

Arbeitsschwerpunkte: Lernen in und von (v.a. pädagogischen) Organisationen, Theorie und Methodologie der qualitativen Sozialforschung, Professions- und Professionalisierungsforschung, Soziale Ungleichheit in pädagogischen Kontexten

Zhanna Gevorgyan, M.A.   

Doktorandin in Erziehungswissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin
Stipendiatin der Calouste Gulbenkian Stiftung
Dozentin an der Humboldt Universität zu Berlin

Arbeitsschwerpunkte: Schulische Sexuelle Bildung, Geschlechtersensible Pädagogik, Gleichstellungspolitik, Forschendes Lernen

Sophie-Cathérine Görtler, M.Ed.   

Mitglied des Graduiertenkollegs Inklusion – Bildung – Schule sowie Teil  des ProLea Promotionsprogramms für Lehramtsstudierende an der Humboldt  Universität zu Berlin

Arbeitsschwerpunkte: Schulische Inklusion, Schulentwicklung und Schulkultur im Kontext von Inklusion, qualitativ-rekonstruktive Forschungsmethoden

Dr. phil. Joana Kahlau   

Referendarin im Land Bremen und Lehrbeauftragte an der Universität Bremen

Arbeitsschwerpunkte: Professionsforschung, Professionalisierung im Studium, rekonstruktive Forschungsmethoden

Jörg Korte, M.A.   

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft der Ruhr Universität Bochum

Arbeitsschwerpunkte: Lehrerbildungs- und Professionsforschung (insb. in berufsbiographischer Perspektive), Praxisphasen in der Lehrerbildung (insb. Langzeitpraktika, Begleitung durch Mentoren/Praxislehrpersonen, qualitativ-rekonstruktive Forschungsmethoden

Dr. phil. Marlene Kowalski   

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Stiftung Universität Hildesheim, Abteilung Angewandte Erziehungswissenschaft

Arbeitsschwerpunkte: Professionsforschung, Professionalisierung in Praxisphasen des Studiums, Sexualität und sexualisierte Gewalt als Querschnittsthemen in der Lehrer*innenbildung, Theorie und Empirie von Anerkennung in pädagogischen Kontexten, Diversität und Inklusion in Schule und Unterricht, qualitativ-rekonstruktive Forschungsmethoden

Prof. Dr. phil Anna Moldenhauer   

Professorin für Schultheorie und Schulentwicklung an der Universität Bremen, Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften

Arbeitsschwerpunkte: Schultheoretische Forschung - insbesondere zu Fragen der Transformation und Entwicklung von Schule, Professions- und Lehrer*innenbildungsforschung, Methoden rekonstruktiver Schulforschung, Differenz und Ungleichheit in der Schule

Dr. phil. Hilke Pallesen

Wiss. Mitarbeiterin an der Martin-Luther-Universität  Halle-Wittenberg, Philosophische Fakultät III –  Erziehungswissenschaften, Institut für Schulpädagogik und  Grundschuldidaktik

Sie vertritt seit April 2020 die Professur für Schultheorie und empirische Bildungsforschung an der Universität Bremen.

Arbeitsschwerpunkte: Professions- und Lehrerbildungsforschung, Schul- und Fachkulturforschung, Bildungsgangforschung

Jana Schröder   

Wiss. Mitarbeiterin an der Universität Hamburg, Fakultät  für Erziehungswissenschaft, Arbeitsgruppe "Diversity in  Education Research". Doktorandin im Arbeitsbereich Schulpädagogik und
Schulforschung derselben Fakultät

Arbeitsschwerpunkte: Professionalität und Professionalisierung  von Lehrpersonen und pädagogischen Fachkräften,  qualitativ-rekonstruktive Forschungsmethoden

Jun.-Prof. Dr. phil. Doris Wittek

Juniorprofessorin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Arbeitsbereich Lehrerprofessionalität und Lehrerbildungsforschung, Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik

Arbeitsschwerpunkte: Professionsforschung, Lehrer*innenbildungsforschung, Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht, Professionelles Handeln von Lehrpersonen im Verhältnis zu Eltern, Berufseinstieg von Lehrerinnen und Lehrern, Finnisches Bildungswesen, Methodik und Methodologie der Dokumentarischen Methode

Aktuelles

Arbeitstagungen & Workshops

01.-03.03.2023: Abschlusstagung in Fulda

29.-30.08.2022: Interner Workshop in Berlin

17.-18.03.2022: Interner Online-Workshop

09.-10.09.2021: Arbeitstagung 6 als Online-Konferenz

Die sechte Arbeitstagung trug den Titel "Schüler/innenforschung mit der Dokumentarischen Methode". Als Expertinnen konnten Dr. Anja Gibson (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Dr. Dorthe Petersen (Georg-August-Universität Göttingen) gewonnen werden. Auf Basis ihrer Inputs befasste sich die Diskussion u.a. mit den Fragen, inwiefern ein rekonstruktiver Forschungszugang von Vornherein setzen kann, dass Schüler*innen beforscht werden, wie sich die Erforschung von Schüler*innen zur Erforschung von Kindern und Jugendlichen verhält und welche Perspektivierungen auf Schüler*innen in eigenen wie fremden Studien bislang vorliegen. Im zweiten Teil der Arbeitstagung wurde in Gruppen an empirischem Datenmaterial gearbeitet, das zum einen ein Sprechen von und zum anderen ein Sprechen über Schüler*innen abbildete. Abschließend wurde vor dem Hintergrund sowohl der Inputs als auch der Auseinandersetzung mit den Daten Chancen und Grenzen der Dokumentarischen Methode zur Erforschung von Schüler*innen ausgearbeitet sowie Forschungsdesiderate in diesem Gegenstandsbereich einer Dokumentarischen Schulforschung diskutiert.

Auch im Rahmen dieser Arbeitstagung wurden Entwicklungen bezüglich der Reihe 'Dokumentarische Schulforschung' besprochen.

17.-18.06.2021: Arbeitstagung 5 als Online-Konferenz

Auf der fünften Arbeitstagung widmete sich das Netzwerk erstmalig nicht primär gegenstandsbezogenen, sondern methodologischen und methodischen Fragen und Aspekten in der Erforschung von Schule mit der Dokumentarischen Methode. Die Inputs wurden diesmal von Prof. Dr. Ralf Bohnsack (ehemals FU Berlin) sowie Prof. Dr. Burkhard Schäffer (Universität der Bundeswehr München) geleistet. In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde die Fragen, welche method(olog)ischen Aspekte sich speziell im Forschungskontext Schule stellen bzw. - andersherum betrachtet - inwiefern grundsätzliche method(olog)ische Diskussionen im Bereich der Dokumentarischen Methode auch für den Bereich der Schulforschung relevant sind, mehrperspektivisch bearbeitet. Vertieft wurde dieses Gespräch unter Rückgriff auf (weitere) Texte sowie auf empirisches Datenmaterial in sich anschließenden Gruppenarbeiten.

Ebenfalls fand auch im Rahmen dieser Arbeitstagung eine Sitzung zur anvisierten Reihe 'Dokumentarische Schulforschung' statt.

18.-20.02.2021: Arbeitstagung 4 als Online-Konferenz

Thema der vierten Arbeitstagung war die Erforschung von Professionalität und Professionalisierung von (angehenden) Lehrpersonen mit der Dokumentarischen Methode. Unter Aufgriff sowohl des einschlägigen Forschungsstandes als auch der eigenen Berufsbiographie als Forscher/in stellten Prof. Dr. Julia Kosinár (PH FHNW) und Prof. Dr. Uwe Hericks (Philipps-Universität Marburg) eingangs zentrale Forschungslinien in diesem Gegenstandsfeld einer Dokumentarischen Schulforschung heraus. Im Zuge einer mehrteiligen, aufeinander aufbauenden Gruppenarbeitsphase wurden diese Perspektiven zunächst vertiefend aufgegegriffen, dabei geschärft und anschließend vor dem Hintergrund weiterer dokumentarischer Zugänge zu Fragen der Professionalität und Professionalisierung diskutiert. Zahlreiche Anregungen für die weitere Arbeit am Forschungsprogramm 'Dokumentarische Schulforschung' wurden dabei sowie im abschließenden Plenum sichtbar.

Wie bereits bei den vorangegangenen Arbeitstagungen endete die Veranstaltung mit einem Arbeitstreffen zur anvisierten Buchreihe 'Dokumentarische Schulforschung'.

12.-14.11.2020: Arbeitstagung 3 als Online-Konferenz

Die dritte Arbeitstagung widmete sich im Zentrum der Frage, wie sich Unterricht mit der Dokumentarischen Methode erforschen lässt. Prof. Dr. Tanja Sturm (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Prof. Dr. Matthias Martens (Universität zu Köln) präsentierten auf dem Podium zunächst ihr jeweiliges Verständnis von Unterrichtsforschung. In einer mehrteiligen Gruppenarbeitsphase wurden daraufhin verschiedene veröffentlichte Studien zur Thematik nach den Gesichtspunkten "Verwendung des Begriffs Unterricht", "Nutzung von Methodologie und Methode" sowie "Befunde" miteinander verglichen, um im Anschluss daran im Plenum Merkmale einer Dokumentarischen Unterrichtsforschung eruieren zu können. Es wurde diskutiert, was die gewonnenen Erkenntnisse für die Weiterarbeit an einem Forschungsprogramm zur Dokumentarische Schulforschung bedeuten.

In einer abschließenden Sitzung wurde die Ausgestaltung der anvisierten Buchreihe 'Dokumentarische Schulforschung' besprochen.

19.-22.08.2020: Arbeitstagungen 1 und 2 als Online-Konferenzen

Aufgrund der Corona-Pandemie fanden die ersten beiden Arbeitstagungen des Netzwerks als Online-Konferenzen statt.

Zielsetzung der ersten Arbeitstagung war die Entwicklung der Rahmenkonzeption einer Dokumentarischen Schulforschung. Angeregt durch Impulsvorträge der geladenen Experten Prof. Dr. Rolf-Torsten Kramer und Dr. des. Benjamin Wagener (beide Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) wurde im Rahmen einer Podiumsdiskussion, einer Gruppenarbeitsphase und einer gemeinsamen Diskussion im Plenum ein Diskurs zu folgenden Fragen geführt: Was lässt sich unter Schule als zentralem Gegenstand Dokumentarischer Schulforschung fassen? Was kennzeichnet die Dokumentarische Methode, wenn sie zur Erforschung von Schule zum Einsatz kommt? Was müssten Kernbestandteile einer Forschungsrichtung sein, die Dokumentarische Schulforschung beschreibt?

Auf Basis von Impulsen der beiden geladenen Expert/innen Prof. Dr. Angelika Paseka (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Arnd-Michael Nohl (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg) wurde auf der zweiten Arbeitstagung diskutiert, wie sich die drei o.g. Fragen mit der Beforschung der Gegenstandsfelder Schule als Organisation, Schulentwicklung und Schulkultur zusammendenken lässt. Die Konturierung einer Dokumentarischen Schulforschung als Forschungsprogramm wurde dabei in einer Podiumsdiskussion, einer Gruppenarbeitsphase und einer Diskussion im Plenum weitergeführt.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Sitzung zur Besprechung der anvisierten Buchpublikation, auf der die Herausgebenden einerseits den aktuellen Erarbeitungsstand präsentierten, andererseits ausgewählte Fragen zur Diskussion stellten.

03.04.2020: Online-Konferenz zur Besprechung der anvisierten Buchpublikation

Buchreihe

Ein zentrales Produkt des NeDoS stellt die Etablierung der Schriftenreihe "Dokumentarische Schulforschung" dar, die im Klinkhardt-Verlag erscheinen wird.

Herausgeber*innen dieser Reihe sind Dominique Matthes, Tobias Bauer, Alexandra Damm, Jan-Hendrik Hinzke, Marlene Kowalski, Hilke Pallesen & Doris Wittek.

Folgende Bände sind derzeit u.a. im Entstehen:

  • "Dokumentarische Schulforschung. Schwerpunkte: Schulentwicklung – Schulkultur – Schule als Organisation" (hrsg. von Jan-Hendrik Hinzke, Tobias Bauer, Alexandra Damm, Marlene Kowalski und Dominique Matthes)
  • "Dokumentarische Forschung zu schulischem Unterricht" (hrsg. von Tobias Bauer und Hilke Pallesen)
  • "Dokumentarische Professionalisierungsforschung im Kontext des Lehramtsstudiums" (hrsg. von Marlene Kowalski, Doris Wittek, Jörg Korte und Jana Schröder)
  • "Dokumentarische Schüler*innenforschung" (hrsg. von Dominique Matthes, Jan-Hendrik Hinzke, Hilke Pallesen und Doris Wittek)
  • "Dokumentarische Professionsforschung. Grundlagentheoretische und empirische Bestimmungen zur Professionalisierung von Lehrpersonen" (hrsg. von Doris Wittek, Jörg Korte und Marlene Kowalski)

Aus dem Reihentext:

Die Erforschung schulischer Kontexte mit der Dokumentarischen Methode hat sich zu einem bedeutsamen Strang innerhalb qualitativ-rekonstruktiver Verfahrensweisen der Schulforschung entwickelt. Jene Form der empirischen Erschließung schulbezogener Themen und Problemstellungen steht im Zusammenhang mit einem (praxeologisch-) wissenssoziologischen Zugang zu impliziten Erfahrungshintergründen der beteiligten Akteur*innen(gruppen) sowie zu jenen Wissensbeständen, die sich in Interaktionen und vermittelt über Artefakte dokumentieren.

Die Reihe ‚Dokumentarische Schulforschung‘ versammelt entsprechende gegenstandsbezogene und methodisch-methodologische Auseinandersetzungen an der Schnittstelle schulischer Gegenstandsfelder und Dokumentarischer Methode. Damit ist das Anliegen verbunden, verschiedene Ansätze und Facetten einer dokumentarisch operierenden Erschließung von Schule bzw. Schulischem sichtbar zu machen und eine Plattform des Austauschs zu bieten, die fortlaufend auch Herausforderungen im Forschungsprozess und Leerstellen im Diskurs sichtbar machen soll.

In der Reihe können daran anschließende monografische Schriften (z.B. Qualifikationsarbeiten, Lehrbücher, Forschungsberichte), Tagungs- sowie Sammelbände publiziert werden.



Karte_Reihe Dokumentarische Schulforschung.pdf (439.3 KB)  vom 08.09.2021

Documentary Research on and in Schools
Card_Documentary research on and in schools.pdf (89.9 KB)  vom 08.09.2022

Vorträge und Publikationen

Vorträge

06.09.2022: Vortrag auf der European Conference on Educational Research (ECER) in Yerevan/online.
Jan-Hendrik Hinzke & Zhanna Gevorgyan: Analysing the Relation between Implicit and Explicit Knowledge. Study Review on the Use of the Documentary Method in School Education Research.

15.12.2021: Vortrag im Rahmen der Ring-Vorlesung der Graduiertenschule der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg.
Jan-Hendrik Hinzke: Mit der Dokumentarischen Methode Schule erforschen: Bestandsaufnahme, Desiderate und Anschlussmöglichkeiten.

24.09.2021: Einzelbeitrag auf der Jahrestagung der Sektion Schulpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), organisiert aus Osnabrück (online).
Tobias Bauer, Alexandra Damm, Jan-Hendrik Hinzke, Marlene Kowalski & Dominique Matthes: Zur Relevanz von ‚Reflexion‘ in Kontexten Dokumentarischer Schulforschung: Ein komparativer Zugang zur Explikation impliziter Wissensbestände schulbezogener Akteur*innen.

16.03.2020: Forschungsforum auf dem 27. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) in Köln [Tagung abgesagt].
Tobias Bauer, Alexandra Damm, Jan-Hendrik Hinzke, Marlene Kowalski, Dominique Matthes & Jana Schröder: Auf dem Weg zu einer Dokumentarischen Schulforschung. Zum Verhältnis von Methodologie, Methode, Forschungsgegenstand und Disziplin. > Vortragsmanuskript: s. Publikationen

14.09.2019: Panelsession auf der Jahrestagung des Centrums für qualitative Evaluations- und Sozialforschung (CES) in Berlin.
Tobias Bauer, Georg Geber, Sophie-Cathérine Görtler, Jan-Hendrik Hinzke, Marlene Kowalski & Dominique Matthes: Konzeption einer Dokumentarischen Schulforschung. Gegenstand, Methoden und Methodologien in ihrer Verwobenheit in den Blick nehmen.

05.09.2019: Vortrag auf der European Conference on Educational Research (ECER) in Hamburg.
Jan-Hendrik Hinzke, Alexandra Damm, Georg Geber, Zhanna Gevorgyan, Dominique Matthes & Jana Schröder: Inquiry-based learning as a challenge for teacher students.

01.04.2019: Vortrag auf der Tagung im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung „Flickenteppich Lehrerbildung?Professionalisierungsstrategien in Forschung und Praxis“ in Tübingen.
Tobias Bauer, Alexandra Damm, Jan-Hendrik Hinzke & Dominique Matthes: Forschungsorientierung als ‚weitere‘ Professionalisierungsstrategie? Potenziale einer qualitativen Forschungspraxis und Methodenarbeit für die Lehrer*innenbildung.

09.11.2018: Posterpräsentation auf dem Workshop der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) „Zur Lage der postgradualen Methodenausbildung in Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung“ in Berlin.
Tobias Bauer, Alexandra Damm, Sophie-Cathérine Görtler, Jan-Hendrik Hinzke & Dominique Matthes: Schulpädagogik meets Dokumentarische Methode. Method(olog)ische Reflexionen aus schulpädagogischer Perspektive.

Publikationen

Matthes, D., Bauer, T. & Hinzke, J.-H. (2022). Reflexion zwischen Ideal- und Wirklichkeitskonstruktionen. Wie Lehrpersonen über ihren Berufsalltag reflektieren und was das für ihre Professionalität bedeutet. Erziehung & Unterricht, 172 (3-4), 173-181.

Geber, G., Bauer, T., Hinzke, J.-H., Kowalski, M. & Matthes, D. (2021). Weitere Entwicklungen auf dem Weg zu einem Konzept einer Dokumentarischen Schulforschung. Jahrbuch Dokumentarische Methode, 4, 267-283.

Hinzke, J.-H., Damm, A., Geber, G. Matthes, D., Bauer, T. & Kahlau, J. (2021). Schlüsselkompetenzen durch Forschendes Lernen in der Lehrer*innenbildung? Perspektiven von Studierenden und Anforderungen an Universitätsdozierende. In F. Albrecht, A. M. Kunz, G. Mey & J. Raab (Hrsg.), Qualitativ Forschen als Schlüsselkompetenz. Prämissen, Praktiken, Perspektiven (S. 99-121). Weinheim u.a.: Beltz Juventa.

Bauer, T., Damm, A., Hinzke, J.-H., Kowalski, M., Matthes, D. & Schröder, J. (2020). Auf dem Weg zu einem Konzept Dokumentarischer Schulforschung: Zum Verhältnis von Methodologie, Methode, Forschungsgegenstand und Disziplin. Vortragsmanuskript zum gleichnamigen Forschungsforum anlässlich des 27. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft OPTIMIERUNG. > Am Ende der Seite steht die Publikation zum Download bereit!

Bauer, T., Geber, G., Görtler, S., Hinzke, J.-H., Kowalski, M. & Matthes, D. (2020). Auf dem Weg zu einem Konzept Dokumentarischer Schulforschung. Methodisch-methodologische Anfragen an Forschung zum Thema Schulentwicklung. Jahrbuch Dokumentarische Methode (JDM), 2-3, 349-367. https://doi.org/10.21241/ssoar.70916   

Kontakt

Projektleitung

Dr. Jan-Hendrik Hinzke
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Francke-Platz 1
 Hans-Ahrbeck-Haus (Haus 31)
06110 Halle (Saale)

Dr. Jan-Hendrik Hinzke Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Francke-Platz 1 Hans-Ahrbeck-Haus (Haus 31) 06110 Halle (Saale)

Dr. Jan-Hendrik Hinzke
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Francke-Platz 1
Hans-Ahrbeck-Haus (Haus 31)
06110 Halle (Saale)

Stellvertretende Projektleitung

Dominique Matthes
Zentrum für Schul- und Bildungsforschung
Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg
Franckeplatz 1
D-06110 Halle (Saale)

dominique.matthes (at) zsb.uni-halle.de

Dominique Matthes Zentrum für Schul- und Bildungsforschung Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg Franckeplatz 1 D-06110 Halle (Saale) dominique.matthes (at) zsb.uni-halle.de

Dominique Matthes
Zentrum für Schul- und Bildungsforschung
Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg
Franckeplatz 1
D-06110 Halle (Saale)

dominique.matthes (at) zsb.uni-halle.de

Downloads

Bauer, T., Damm, A., Hinzke, J.-H., Kowalski, M.,  Matthes, D. & Schröder, J. (2020). Auf dem Weg zu einem Konzept  Dokumentarischer Schulforschung
Bauer-et-al.-2020_Auf-dem-Weg-zu-einem-Konzept-Dokumentarischer-Schulforschung-fin.pdf (1.8 MB)  vom 05.05.2021

Zum Projektposter geht es hier.
NeDoS-Posterdarstellung.pdf (916.3 KB)  vom 27.04.2022

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