Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Nachwuchsförderung

Seit 1999 hat das ZSB begonnen, ein gezieltes Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu entwickeln. Mit verschiedenen Maßnahmen sollen die Promotions- und Habilitationsvorhaben der wissenschaftlichen MitarbeiterInnen unterstützt werden, gezielt Kompetenzen erweitert und die Einbindung der wissenschaftlichen MitarbeiterInnen in die nationale und internationale community weiter verbessert werden. Um diese Ziele zu erreichen, wurde eine Arbeitsgruppe gebildet und folgende Maßnahmen auf den Weg gebracht:

  • Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses kann bei inhaltlich nahestehenden Promotions- und Habilitationsvorhaben auf Antrag im Direktorium eine Anbindung an das Zentrum für Schul- und Bildungsforschung erfolgen. Die Schwerpunkte des ZSBs sind dem Forschungsprofil zu entnehmen.
  • Zur Kompetenzerweiterung wurden mehrere Workshops organisiert, z.B.: ein Workshop zur Förderung der akademischen Beredsamkeit (1999) und ein Peer-Workshop zum Thema "Forschungsmethoden", in dem die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen aus den verschiedenen Projekten ihre KollegInnen in die unterschiedlichen Forschungsdesigns und methodischen Zugänge einführen konnten (2000).
  • Im ZSB stehen verschiedene Formate zur Nachwuchsförderung und zur Pflege des wissenschaftlichen Austausches zur Verfügung. Im Rahmen des Habilitationskolloquiums und im Rahmen einer Sommerschule haben die QualifikandInnen die Möglichkeit, in einem ausgewählten Expertenkreis, der sich aus Mitgliedern des Direktoriums sowie geladenen Gästen zusammensetzt, den aktuellen Stand ihrer Qualifikationsarbeiten zur Diskussion zu stellen.
    • In den Interpretationswerkstätten und in von den MitarbeiterInnen organisierten Peer-Workshops können qualitative Daten gemeinsam ausgewertet werden.
    • In einer „kollegialen Feedbackrunde ist es Mitgliedern des Zentrums für Schul- und Bildungsforschung möglich, ohne langen Vorlauf qualifizierte Rückmeldungen zu einem Produkt, z.B. Aufsatz, Vortrag oder Arbeitspapier, zu erhalten.
    • seit 10/2016 ist es für Mitglieder des Zentrums für Schul- und Bildungsforschung möglich, ihr eigenes empirisches Material im Rahmen der Promotion, Habilitation und in Absprache der Masterarbeit gemeinsam mit anderen QualifikandInnen regelmäßig alle 2 Wochen in der AG Dokumentarische Methode zu interpretieren (die Organisation und Leitung haben Dr. Ulrike Deppe und Katrin Kotzyba inne).
  • Ziel der Nachwuchsförderung des ZSB ist zudem die Einbindung der wissenschaftlichen MitarbeiterInnen in die nationale und internationale scientific community. Dafür wird den wissenschaftlichen MitarbeiterInnen zum einen die Teilnahme an den vom ZSB durchgeführten internationalen Fachtagungen finanziell ermöglicht. Zum anderen wird den QualifikandInnen in Abhängigkeit von der Haushaltslage ein gewisser Betrag an Haushaltsmitteln für Reisekosten zur Verfügung gestellt, damit sie an nationalen und internationalen Tagungen aktiv teilnehmen können. Ferner ist geplant, bei einigen neuen Dissertationsprojekten stärker die international vergleichende Dimension von Schul- und Jugendforschung zu berücksichtigen.“

Von den wissenschaftlichen MitarbeiterInnen liegen eine Vielzahl von Publikationen vor. Außerdem haben sie in vielen Vorträgen auf regionalen, nationalen und internationalen Fachtagungen ihre Forschungsergebnisse vorgestellt und teilweise auch in die akademische Lehre eingebracht.

Gleichstellungsangebote

Ferner besteht für die MitarbeiterInnen und QualifikandInnen des ZSB die Möglichkeit, das von der DFG-Forschergruppe 1612 entwickelte Angebot an Gleichstellungsmaßnahmen mit zu nutzen. Das schließt ein:

  • Die Nutzung des von der DFG-Forschergruppe 1612 im Haus eingerichteten Eltern-Kind-Zimmers.
  • Die Beteiligung an Gruppenangeboten im Rahmen der Gender- und Gleichstellungsworkshops.

Außerdem steht allen am ZSB Mitarbeitenden und QualifikandInnen die Beratung und Weitervermittlung in Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mutterschutz und Elternzeit sowie zu rechtlichen Fragen durch die Gleichstellungsbeauftragte der Forschergruppe, Jasmin Lüdemann, für Drittmittelstellen sowie durch die wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZSB, Ulrike Deppe offen.

Abgeschlossene Dissertationen ab 2009

  • Susann Busse: Bildungsorientierungen Jugendlicher in Familie und Schule. Die Bedeutung der Sekundarschule als Bildungsort (2009)
  • Michael Meier: Selbstpräsentationen im Klassenzimmer (2010)
  • Frank Werner-Behntke: Lehrerbildung in der zweiten Phase (2010)
  • Katrin Zaborowski: Leistung und Leistungsbewertung in der Sekundarschule (2010)
  • Sina Mareen Köhler: Freunde, Feinde oder Klassenteam? (2011)
  • Michael Lämmerhirt: Schulleitung und Schulentwicklung (2011)
  • Sabine Sandring: Scheiternde Schulkarrieren im Spiegel der Anerkennungsbedürfnisse Jugendlicher (2011)
  • Sabine Thormann: Politische Konflikte im Unterricht (2011)
  • Sven Thiersch: Bildungshabitus, Familie und Schulwahl (2013)
  • Ulrike Deppe: Peergroups als Reproduktions- und Transformationsinstanz familialer Bildungsungleichheit? (2013)
  • Mareke Niemann: Der Schulabstieg in die Hauptschule (2013)
  • Ariane Otto: Sichtweisen von Jugendlichen auf den Arbeitsansatz „Positive Peerkultur im schulischen Kontext“ (2013)
  • Catharina Keßler: „Raum. Zeit. Ritual. Ethnographie eines Gymnasiums in evangelisch-lutherischer Trägerschaft“ (2015)

Abgeschlossene Habilitationen ab 2009

  • Merle Hummrich: Jugend und Raum. Exklusive Zugehörigkeitsordnungen in Familie und Schule (2010)
  • Rolf-Torsten Kramer: Das Problem der Erklärung der Entstehung der Bildungsungleichheit. Potenziale der empirischen Bildungsforschung in Anschluss an Pierre Bourdieu (2010)
  • Jürgen Budde: Die soziale Ordnung des Unterrichts (2013)
  • Jens Oliver Krüger: Die Grundschulwahl als taktisches Geschehen. Eine performanztheoretische Perspektive auf Entscheidungsprozesse (2017)

Laufende Dissertationen

  • Katrin Kotzyba: Bildungsbiographische Orientierungen von Schülern mit  Migrationshintergrund an exklusiven Gymnasien
  • Sabine Dorow: Kontrollpraktiken im individualisierten Unterricht
  • Lena Dreier: Die Formation von Biographie und Religiosität aus längsschnittlicher Perspektive: Zum empirischen Zusammenhang von Reproduktion und Transformation
  • Anja Eckold: Die biografische Bedeutung des Jugendarrestes
  • Anja Gibson: Schulische Elitebildungsentwürfe und Habitusformationen von Jugendlichen
  • Miriam Hörnlein: Biographische Arbeit als Ressource für die Professionalisierung im Lehrberuf – Eine biographieanalytische Betrachtung
  • Franziska Kramer: (Professionelle) Interaktionsformen in der Frühpädagogik
  • Anca Leuthold-Wergin: Der Übergang von einer reformpädagogischen Grundschule in die weiterführende Schule aus der Sicht des Kindes
  • Meiling Liu: Pädagogische Orientierungen von Lehrkräften an exklusiven Schulen – ein interkultureller Vergleich zwischen China und Deutschland
  • Jasmin Lüdemann: Zukunftsvorstellen angehender professioneller Tänzerinnen und Tänzer
  • Marius Mader: Kulturen der Betreuung in hochpreisigen gewerblichen Kindertageseinrichtungen
  • Anna Roch: Inszenierungen von Elternschaft im Rahmen der Grundschulwahl
  • Tanya Tyagunova: Accountable Listening. Empirische Untersuchungen zum studentischen Interaktionsmanagement
  • Daniela Winter: Kinder und das Materielle. Wie sich Kinder in Interviews auf Artefakte beziehen

Laufende Habilitationen

  • Susann Busse: Bildungsorientierungen Jugendlicher mit vietnamesischem Migrationshintergrund in den neuen Bundesländern
  • Ulrike Deppe: Bildung und Begabung
  • Thomas Geier: Biographien türkisch-muslimischer Jugendlicher im Kontext der „Gülen“-Bewegung
  • Jens Oliver Krüger: Wissen im Prozess. Die elterliche Grundschulwahl als diskursive Praktik
  • Maja. S. Maier: Aushandlungs- und Entscheidungsprozesse in Lehrerkonferenzen
  • Mareke Niemann: Transformation des gymnasialen Schülerhabitus
  • Anne Schippling: Am Übergang zur französischen Elitehochschule

Berufungen ehemaliger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZSB auf Professuren (in alphabetischer Reihenfolge)

  • Hedda Bennewitz
  • Georg Breidenstein
  • Oliver Böhm-Kasper
  • Jeanette Böhme
  • Sylvia Buchen
  • Jürgen Budde
  • Michael Fingerle
  • Werner Helsper
  • Merle Hummrich
  • Josef Keuffer
  • Rolf-Torsten Kramer
  • Michael May
  • Nicolle Pfaff
  • Matthias Trautmann
  • Christine Wiezorek

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